Warum Fasten wahre Freiheit ist

13. Februar 2024
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Ich faste mehrmals im Jahr ein paar Tage lang… Warum ich das tue?

Für den Beachbody? Die Bikini-Figur? Den perfekten Körper?

… Damit ich es endlich wert bin, geliebt zu werden?

NEIN! Deshalb bestimmt nicht.

Fasten ist mit Abstand eine der transformativsten Praktiken, die ich kenne! Aber nicht aus den Gründen, die uns meistens (über Social Media oder andere Medien) eingeredet werden. 

So paradox es klingen mag: Verzicht bedeutet für mich die wahre FREIHEIT.

Freiheit von 

  1. allem, was ich nicht (mehr) brauche,
  2. allem, was ich nicht (mehr) bin, und
  3. allen eingefahrenen, alten Mustern, die mir mehr im Weg stehen als mich wachsen lassen.

Wenn ich faste, lerne ich mich selbst besser kennen und merke, was ich eigentlich gar nicht brauche, um tief im Inneren glücklich zu sein. Im Gegenzug lerne ich, was mein Herz wirklich erfüllt und welche tieferliegenden Bedürfnisse gestillt werden wollen.

Frühlingsputz im Innen und im Außen

Nehmen wir als Beispiel die Räume, in denen wir leben:

Oft leben wir in Räumen (innerlich und äußerlich), die mit unserer Entwicklung gar nichts mehr zu tun haben. Da stehen alte Deko-Elemente, die leblos in der Ecke stehen, oder alte Bücher, die gar nicht mehr mit uns resonieren.  All diese Gegenstände binden unbewusst unsere Aufmerksamkeit. In klaren Räumen kann Energie besser fließen – im Innen wie im Außen. Das Gleiche passiert auch in unserem Körper. Das Äußere wirkt sich auf’s Innere aus und umgekehrt. Deshalb tut Frühlingsputz und Fasten so gut.

Bist du bereit für eine kleine Übung?

Dann lade ich dich zu einem Moment der Stille und Reflexion ein, in dem du Altes loslassen und Platz für Neues schaffen kannst. Bereit?

3 Journaling-Fragen für bewussten Konsum

Setze dich bequem in den Raum, in dem du am Tag die meiste Zeit verbringst und nimm dir für diese 3 Fragen ca. 10 bis 15 min Zeit (gerne auch länger). 

Lasse zuerst deinen Blick durch den Raum gleiten. Dann beantworte folgende 3 Fragen ganz in Ruhe:

1.) Wie fühlt sich dieser Raum an? Repräsentiert dieser Raum deine derzeitige Lebensphase? Zeigt er, wer du bist und was dich ausmacht?

2.) An welchen Gegenständen bleibt dein Blick hängen? Welche Gefühle lösen diese Gegenstände aus? (Wird es weit? Wird es eng?)

3.) Stell dir vor, du müsstest ganz schnell aus deinem Zuhause ausziehen. An den neuen Ort kannst du nur 10 Dinge mitnehmen. Wofür entscheidest du dich? Welche Gegenstände sind dir wirklich wichtig?

Schreib die Antworten auf diese Fragen gerne auf – wenn möglich per Hand. ✍️ Das kann dir bei der Reflexion helfen.

Fasten als Loslass-Prozess

Übungen wie diese und bewusster Verzicht lösen uns von alten Dingen, (Verhaltens-)Mustern und Denkweisen, die uns nicht mehr entsprechen. Wir lassen Altes gehen und schaffen Platz für Neues. Nach einem solchen Loslass-Prozess fällt uns bewusster Konsum meist leichter und wir überlegen 3-mal mehr, ob uns diese Vase oder diese Torte wirklich dauerhaft Freude bringt. 

So beginnen wir, ehrlich zu hinterfragen, ob wir dies oder jenes deshalb besitzen, tun, oder konsumieren, weil wir es wirklich brauchen, ODER weil wir oberflächlich versuchen, eine Lücke zu stopfen, unter der sich eine viel tiefere Sehnsucht verbirgt. 

Meist erkennen wir dadurch, dass wir eigentlich viel weniger brauchen, als wir denken. Wir entdecken die darunter liegenden Bedürfnisse und lernen, diese bewusster und langfristiger zu stillen, anstatt einfach jedem kurzzeitigen Verlangen nachzugeben, das unser Herz niemals zur Gänze erfüllen wird.

Wie kannst du fasten?

So unterschiedlich wir Menschen und unsere Bedürfnisse sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, uns in Verzicht zu üben. Daher gibt es unzählige Möglichkeiten zu fasten. Einige davon kannst du auch mit deinen Kindern gemeinsam üben. Hier ein paar Beispiele als Inspiration:

Konkrete Ideen für bewussten Verzicht:

  1. Konsumfasten: z.B. kein (Online-)Shopping, keine unbewussten Medien, Computerspiele, kein Plastik, kein Fernseher, etc. (Es gibt sogar Apps, die dir dabei helfen können.)
  2. Verzicht von (einzelnen) Lebensmitteln: z.B. Zucker und Weißmehl, tierische Produkte, auf Alkohol verzichten
  3. Verzicht von bestimmten Verhaltensmustern: z.B. Recht haben, Jammern oder Nörgeln

Oder du gehst all in und machst wie ich eine dreitägige Heilfastenkur. Seit ein paar Jahren ist das mein lieb gewonnener Frühjahrsputz und befreit mich von allem, was ich nicht mehr brauche …körperlich, mental und emotional.

Verspürst du auch das Bedürfnis nach einem (Inneren) Frühlingsputz?

Dann faste mit uns im Inner Child Circle!

Der Frühling 2024 steht bei uns ganz im Zeichen von “FRIEDE, FREUDE, FRÜHLINGSPUTZ”. Im Zuge dessen gibt es im März 2024 den Workshop “Fülle im Verzicht”, in dem du lernst, wie du auch mit Kindern freudvoll fastest. (Solltest du erst später in den ICC dazukommen, findest du die Aufzeichnung des Workshops in der Schatzkiste des Inner Child Circles.)

Ich freu mich auf den gemeinsamen Frühlingsputz mit dir!

Deine Hanna


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